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Artikel von Freitag, 20. November 2009:
Aufzeigen, wie Tomaten im modernen Gewächhaus wachsen
Freitag, 20. November 2009

Es ist kaum zu glauben, aber selbst in einem Land wie Holland wissen offenbar immer weniger Leute, wie eine Tomate produziert wird. Und das, obwohl sie in manchen Regionen tagtäglich an unübersehbar grossen Gewächshausfronten vorbeifahren. Was sich darin abspielt bleibt vielen verborgen oder interessiert sie schlicht nicht. Zudem kämpft die holländische Tomate immer noch mit dem – eigentlich mittlerweile überholten – Image der geschmacklosen «Wasserbombe». Mit der Eröffnung des Erlebnis-Gewächshauses «Tomatoworld» in Honselerdijk haben verschiedene Unternehmen aus der Branche vor einem Jahr eine Kommunikationsoffensive gestartet. Die Idee stammt vom holländischen Züchter Jos van Mil und seiner Ehefrau Miranda. «Wir wollen hier die gesamte Tomaten-Produktionskette aufzeigen, wie sie in Holland üblich ist», erklärt Miranda van Mil, die als Generalmanagerin das Vorzeige-Gewächshaus leitet. Zudem gehe es darum, möglichst viele Sorten zu zeigen, nicht zuletzt um das Image von der faden Einheitstomate zu korrigieren. Und das ist durchaus sinnlich gemeint: Stolz führt sie uns zum Regal mit Dutzenden von Tomaten jeglicher Couleur und Form. «Probieren Sie diese hier!» fordert sie den Journalisten auf. Dieser kommt der Aufforderung gerne nach und staunt über den tollen Geschmack. Angebaut werden die über 50 verschiedenen Tomatensorten übrigens im gleichen Komplex im separaten 1500 m2 grossen Gewächshaus, wo sie jeweils am Morgen für die Ausstellung frisch geerntet werden.



