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Artikel von Samstag, 21. November 2009:
Sauerkraut will aus dem Korsett der «Berner Platte» ausbrechen
Samstag, 21. November 2009

Es ist kühl an diesem Morgen im Seeland. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) hat zur Exkursion zum Thema Sauerkraut eingeladen. Los geht es in Treiten auf dem Hofplatz von Matthias Schumacher. Er führt die anwesenden Journalisten und PR-Fachleute kurz in die Sauerkrautproduktion ein. «Die Pflanzzeit dauert von Mai bis Juni», erklärt er. Diese sei mit den Abnehmern abgesprochen, damit die Erntezeit im Herbst gestaffelt erfolgen könne. Er selbst habe in diesem Jahr einen Anbauvertrag für 110 Tonnen Weisskabis abgeschlossen, die er an die Sauerkrautfabrik Dreyer AG in Gerolfingen liefere. Weiter erfahren wir, dass es drei solche Fabriken in der Schweiz gibt; neben Dreyer AG, die Thurnen Sauerkraut AG in Mühlethurnen und die Schöni Finefood AG in Oberbipp. Die Hauptanbaugebiete liegen im Gürbetal, Seeland und im Zürcher Oberland. Marktleader Schöni habe zudem vor kurzem im oberaargauischen Oberbipp eine neue Produktionshalle eröffnet, sagt Schumacher. Diese ersetze die bisherigen Anlagen in Uetendorf BE und in Hinwil ZH. Das sind wohl keine guten Nachrichten für die Kabisproduzenten im Zürcher Oberland, denkt sich der aufmerksame Zuhörer. «Die Firma Schöni sucht nun Produzenten in der Region Oberbipp», bestätigt Schumacher den Gedanken sogleich. Ingesamt produzieren in der Schweiz rund 250 Produzenten 5 000 Tonnen Weisskabis für die Sauerkrautproduktion.




