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Die richtige Backup-Strategie

Externe Festplatten sind eine gute und günstige Lösung zur Speicherung von Daten.

Daten sind heute Kapital. Deshalb ist es wichtig, dass man sie täglich sichert. Doch nicht jedes Speichermedium ist dafür gleich gut geeignet. Eine Datensicherung sollte immer ausser Haus aufbewahrt werden. 

Die Sterne stehen ungünstig: Die Astrologin Elizabeth Teissier riet deshalb, noch in der ersten Jahreshälfte alle Daten auf eine externe Harddisk zu speichern. Auch ohne Blick in den Himmel ist das zweifellos ein guter Ratschlag. Schliesslich funktioniert auch der Gemüsebetrieb immer digitaler und Daten sind das eigentliche Kapital. Von der Lohnabrechnung über die Adressenverwaltung bis zu den GPS-Daten der Parzellen. Und es kann jederzeit passieren: 20 Prozent aller Festplatten crashen in den ersten vier Jahren. Bei einem Drittel der Ausfälle sind Bedienungsfehler – also der Mensch – die Ursache. Ein Gewitter oder der Befall mit einem Computervirus sind weitere Risiken. Sind die Daten dann gar nicht oder nur ungenügend gesichert, hat der Betrieb ein Problem. Falls die Daten im Unglücksfall überhaupt irgendwie wiederhergestellt werden können, wird es in der Regel sehr teuer. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, in eine gute Backup-Lösung zu investieren.

Das richtige Speichermedium

USB-Sticks eignen sich höchstens für temporäre Sicherungen von einzelnen Dateien. Für umfangreiche Backups ist deren Speicherkapazität aber zu gering. CDs oder DVDs machen allenfalls im privaten Bereich Sinn, sind aber in der Bedienung aufwändig und haben zudem eine eingeschränkte Haltbarkeit. Eine gute Lösung bieten externe Festplatten, die günstig sind und zudem hohe Speicherkapazitäten aufweisen. Oft sind sie bereits mit einer Backup-Software ausgestattet, die auch die Wiederherstellung der Daten sichert. Zu bedenken gilt hier allerdings, dass auch diese Festplatte kaputt gehen kann. Bei einem Wasserschaden oder Brand ist es zudem vorteilhaft, wenn ein weiteres Exemplar mit den Daten ausserhalb des Hauses in einem feuerfesten Tresor abgelegt ist. Die Speicherung in einer Cloud auf einem Server von einem externen Anbieter bildet hier die Alternative, ist aber relativ teuer.

Renaissance der Magnetbänder

Eine weitere Speichermöglichkeit bildet eine vermeintlich veraltete Technologie aus dem letzten Jahrhundert: Magnetbänder als Speichermedium wurden weiterentwickelt und sind heute wieder eine günstige, leistungsstarke und zuverlässige Alternative zu den anfälligen Festplatten.

Falls die Daten firmenintern gesichert werden, sollte regelmässig überprüft werden, ob die Daten tatsächlich sicher abgelegt sind. Vermutlich die beste Lösung sind eigenständige Netzwerkspeicher (NAS) mit mehreren Festplatten. Spätestens hier drängt sich aber die in Anspruchnahme der Dienste eines Experten auf. In Anbetracht der zeitlichen Dauerüberlastung, die auch auf den Gemüsebaubetrieben alltäglich ist, empfiehlt es sich grundsätzlich, die Datensicherung in professionelle Hände zu übergeben. Mittlerweile ist die Datensicherung zu einem eigenen Wirtschaftszweig geworden, und zahlreiche spezialisierte Firmen bieten ihre Dienste an. Das kostet zwar etwas. Doch spätestens wenn der irreparable Datenverlust da ist, zahlt sich dies gleich mehrfach aus.


3-2-1-Backup-Regel

Beim Erstellen eines Daten-Backups sollte man die 3-2-1-Regel einhalten:

  • Sie haben Ihre Daten in 3-facher Kopie zur Verfügung (einmal die Daten im System, 2 Backups)
  • Speichern Sie Ihre Daten auf zwei verschiedene Technologien (Festplatte, NAS, CD usw.)
  • Bewahren sie eine Datensicherung ausser Haus auf (feuerfester Schrank, Cloud)

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