Limmatwasser aus der Pipeline

Das Bewässern aus kleinen Oberflächengewässern wird immer mehr eingeschränkt. Kein Problem ist das bei grossen Fliessgewässern wie der Limmat, woher die Furttaler Landwirte sich künftig ihr Wasser holen. Speziell dabei: Die mehr als 12 Kilometer lange Wasserleitung muss zuerst 150 Höhenmeter überwinden. 

Das Bewässerungsprojekt im Furttal sichert den Landwirten künftig jederzeit den Zugang zu Wasser. 

Die Ankündigung kam überraschend. Vor über zehn Jahren eröffnete das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich den Landwirten und Gemüsegärtnern aus dem Furttal, dass sie ihre Kulturen mittelfristig nicht mehr wie bisher üblich mit Wasser aus dem Bach oder mit Grundwasser bewässern durften.… mehr

Self-Pick von Gemüse im Gewächshaus

Hagel und Starkregen sorgten in den letzten Wochen auf vielen Gemüsefeldern für grosse Schäden. Wer seine Gurken, Tomaten, Auberginen oder Erdbeeren bei Gemüsegärtner Thomas Hurni in Kerzers in den Folientunneln selbstpflückte, blieb aber trocken. 

Thomas Hurni und sein Mitarbeiter Jonas Schwab starteten in diesem Frühling mit ihrer Selbstpflückanlage, hier im Folientunnel mit den Auberginen.

Vierzig Jahre steht die Linde bereits da, praktisch unbemerkt neben der Strasse vor den Folienhäuser mit dem Gemüse und Erdbeeren. Die Leute schauten entweder auf die Folientunnel oder gegenüber auf den Chasseral, aber kaum auf den imposanten Baum dazwischen.… mehr

Mehr Biozucker von Schweizer Äckern

Die Nachfrage nach Schweizer Biozucker übersteigt das aktuelle Angebot deutlich. Der Anbau von Biozuckerrüben ist sehr aufwändig. Werden sie als Jungpflanzen gesetzt anstatt gesät, kann der Jätaufwand aber reduziert und der Verdienst erhöht werden.

Trotz hohen Kosten für Personal und Jungpflanzen lohnte sich das Setzverfahren in den Versuchen.

Bis vor ein paar Jahren wagten sich nur ein paar Hartgesottene an den Anbau von Bio-Zuckerrüben. Vor allem der grosse Unkrautdruck, die Schädlingsbekämpfung sowie die unattraktiven Abnahmepreise wirken abschreckend.… mehr

Hühnermobil Marke Eigenbau

Mobile Hühnerställe für die Eierproduktion boomen. Man kann eine fertige Lösung kaufen oder selbst zum Schweissapparat greifen. Auf dem Haldenhof in Rotkreuz stehen zwei umgebaute Lastwagenanhänger, in denen es den Hühnern bestimmt an nichts mangelt.

Der grössere der beiden zu Hühnermobilen umgebauten Lastwagenanhänger beherbergt bis zu 500 Hühner.en Lastwagenanhänger beherbergt bis zu 500 Hühner.

Es sind rosige Zeiten für Händler von Hühnermobilen. Mit dem Corona bedingten Direktvermarktungs-Boom kommen viele Landwirte auf den Geschmack. Denn freilaufende Hühner auf der Wiese und ihre Eier kommen bei der Kundschaft besonders gut an.… mehr

Mehr Fokus auf den Boden

Wer sich auf die regenerative Landwirtschaft einlässt, geht bewusst ein Risiko ein. Dieses sei zu gross, finden Exponenten der konservierenden Landwirtschaft. Beide Ideen verfolgen aber das gleiche Ziel: einen gesünderen Boden.

Viele regenerativ arbeitende Landwirte wie hier Pirmin Adler aus Oberrüti AG behandeln ihre Kulturen und Böden mit Kompost-Tee.

Die Landwirtschaft befindet sich im Umbruch. Das hat nicht nur mit den sich ändernden politischen Rahmenbedingungen zu tun, in welchen beispielsweise immer mehr chemische Wirkstoffe gegen Unkraut, Schädlinge oder Krankheiten wegfallen.… mehr

Mit dem Handy bewässern

Mit intelligenter Technologie nur so viel bewässern, wie wirklich nötig ist. 

Bewässerung ist schon länger nicht mehr Glücksache. Viele Gemüsebaubetriebe setzen dafür Feuchtigkeitsmesser im Boden ein. Doch braucht es diese überhaupt? Ein Versuch zeigte, dass es auch mit einer günstigen online basierten Lösung funktioniert.

Viele Gemüsebaubetriebe sammelten in den letzten Jahren bereits Erfahrungen mit Sensoren zur Bestimmung der Bodenfeuchte, um ihre Bewässerung zu optimieren. Doch die Sonden sind teuer und deren Installation auf dem Feld – insbesondere in kurzen Kulturen – mit Aufwand verbunden.… mehr

Bekämpfung von Neophyten: Schnelles Handeln ist entscheidend!

Erdmandelgras – hier in Randen – verbreitet sich weiter und führt zu markant tieferen Erträgen. 

Invasive Neophyten sorgen für viel Ärger auf den Gemüseäckern. Es gilt: Je früher man sie erkennt und bekämpft, desto besser. Deshalb werden hier drei der zurzeit meistgefürchteten Eindringlinge wieder einmal vorgestellt. 

Was haben Erdmandeln und das einjährige Berufskraut gemeinsam mit Tomaten und Kartoffeln? Es sind alles sogenannte Neophyten. Darunter versteht man gebietsfremde Pflanzen, die in Europa eigentlich nicht heimisch sind und nach der Entdeckung Amerikas nach Europa gelangt sind.… mehr

Discounter: Mehr Gemüse im Kühlregal

Handel und Produktion verlangen seit Jahren, dass frisches Gemüse am Verkaufspunkt gekühlt werden sollte. Lidl und Aldi nehmen nun den Ball auf und erweitern ihre Filialen mit mehr Kühlregalen für Gemüse im Offenverkauf.

Es ist ja eigentlich ein Hohn: Von den Gemüseproduzenten wird für ihre Frischprodukte die Einhaltung einer geschlossenen Kühlkette bis zum Verkaufsgeschäft verlangt. Dort liegen Karotten, Gurken und Kopfsalate dann während dem ganzen Tag ungekühlt auf und sind besonders im Sommer hohen Temperaturen ausgesetzt.… mehr

And the Winner is: Kabis

2020 wuchs die verkaufte Menge von Kabis um mehr als ein Viertel. Überhaupt erzielte die Gemüsebranche im Detailhandel ein Rekordergebnis und legte wertmässig um über 10 Prozent zu. Das allerdings bei tieferen Preisen am Verkaufspunkt.

Die Zuwachsraten sind schon fast traumhaft: 28 Prozent mehr Weiss­kabis, Rotkabis und Wirz wurden im letzten Jahr verkauft. Dies zeigen vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in Auftrag gegebene Analysen von Nielsen Schweiz. Die Zunahme erfolgte, obwohl die Gastronomie wegen Corona kaum als Abnehmer in Erscheinung trat.… mehr

Biostimulanzien: Welches Mittelchen darf es denn sein?

Produkte mit Pflanzen- und Bodenaktivatoren boomen.

Der Markt für Pflanzenaktivatoren oder Biostimulanzien wächst. Was die Produkte auf dem Feld bringen, ist unklar. Signifikant sind die Effekte zwar kaum. Experten sehen in ihnen höchstens eine Ergänzung zu üblichen Pflanzenschutzmassnahmen.

Wenn man die Pflanze schon nicht mehr vor dem Bösen schützen kann, dann soll sie wenigstens genug stark sein, um sich selbst besser gegen Schädlinge, Krankheiten oder Unkrautkonkurrenz wehren zu können. Im Zuge von Zulassungsrückzügen von Wirkstoffen oder Diskussionen um Nährstoffüberschüsse ist der Markt für sogenannte Biostimulanzien in den letzten Jahren weltweit stark am Wachsen.… mehr