Gras trocknen mit altem Speiseöl (Zofinger Tagblatt, 13. Juli 2004)

Ettiswil Neues Blockheizkraftwerk wird mit gebrauchtem Speiseöl betrieben

Die Grastrocknungsanlage Grasag AG in Ettiswil geht neue Wege: Ein neues Blockheizkraftwerk, das mit gebrauchtem Speiseöl aus der Gastronomie läuft, trocknet nicht nur Gras, sondern produziert nebenbei auch Ökostrom.

Kilian Bossard von der Grasag bei der ÜberwachungSeit Mitte Mai macht einmal wöchentlich ein ganz besonderer Tanklastwagen bei der Grastrocknungsanlage in Ettiswil Halt. Die Fracht besteht aus aufbereitetem Altspeiseöl, welches für das kürzlich in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk bestimmt ist. Mit dem gebrauchten Pflanzenöl aus der Lebensmittelindustrie wird ein Motor betrieben, der Wärme und Strom für die Grastrocknungsanlage erzeugt.… mehr

Das Rindvieh im Laufe der Zeit (Anzeiger Luzern, 2. April 2004)

Viehschau Naturmuseum Luzern

In einer Sonderausstellung wird in Luzern viel Unbekanntes vom bekanntesten Nutztier unserer Breitengrade gezeigt. Die “Viehschau” zeigt die Kuh als Milchproduzentin, Landschaftspflegerin und Liebling der Nation.

In der Schweiz weiden immer weniger Milchkühe. In den letzten Jahren hat sich der Bestand um fast 100’000 Tiere auf zurzeit rund 65’000 Tiere reduziert. Schuld daran sind in erster Linie strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft sowie die BSE-Krise in den 90iger Jahren. Trotz Melkroboter und künstlicher Befruchtung konnte sich die Kuh aber als die Sympathieträgerin der Nation schlechthin behaupten.… mehr

Wissenstransfer nach Rumänien (BauernZeitung, 13. Februar 2004)

Rumänische Frauen holen sich in der Schweiz hauswirtschaftliches Know-how, um die Frauen in der Heimat auszubilden.

Nach dem Ende des kommunistischen Systems vor bald 15 Jahren steht Rumänien an der Schwelle zum Eintritt in die EU, mit deren Mitgliedschaft im Jahr 2007 gerechnet wird. Der angestrebte westliche Lebensstil bringt nicht nur Vorteile mit sich. Im Bereich der Ernährung beispielsweise wirft die „Fastfood“-Kultur jetzt schon ihre Schatten voraus. „In den Strassen sind immer mehr übergewichtige Kinder sichtbar“, berichtet die Rumänin Simona Derrlich (27), die Anfang Monat am Hauwirtschaftlichen Bildungszentrum Custerhof in Rheineck die fünfmonatige Vollzeitausbildung in Hauswirtschaft begonnen hat.… mehr

Biopoulets erobern den EU-Markt (BauernZeitung, 23. Januar 2004)


Bauernzeitung, 23. Januar 2004

Biopoulets erobern den EU-Markt

Im Südwesten Ungarns produziert der Holländer Wil von Eijsden jährlich 240000 Hähnchen für den Export.

Als Wil van Eijsden vor zwei Jahren die Planungen zur Inbetriebnahme der Geflügelfarm „Organic Valley“ im Südwesten Ungarns aufnahm, errechnete er sich mit Hilfe von Zirkel und Länderkarte ein Kundenpotential von 80 Millionen Leuten im Umkreis von einem „LKW-Tag“. Darunter fallen Städte wie Mailand, Wien, Graz oder München. Dass die Kundschaft eher im Westen zu suchen war, lag auf der Hand, denn der Betrieb in Tornyizentmiklós im Dreiländereck Slowenien, Kroatien und Ungarn sollte nach biologischen Kriterien bewirtschaftet werden.… mehr

Islamischer Alltag in Luzern (Luzerner Woche, 14. Januar 2004)

Muslime bilden in unserer Region die drittgrösste Religionsgemeinschaft. Eine Ausstellung in der Kornschütte stellt das Leben der muslimischen Bevölkerung ins Zentrum.

Von aussen fällt die Bosnische Moschee im ehemaligen Kino Merkur in Emmenbrücke kaum auf. Die Innenräume erscheinen für den fremden Besucher aber etwas überraschend in leuchtenden Farben. Der Gebetsraum bietet den gläubigen Muslimen aus der Region die ideale Atmosphäre zur Ausübung ihrer religiösen Rituale. Zum traditionellen Freitagsgebet treffen sich im “Dzemat Islamische Gemeinschaft” zwischen 150 und 200 Gläubige und lauschen der Predigt des Imam.… mehr

Der Esel – ein Symbol für Demut (LID-Mediendienst, 18. Dezember 2003)

Mediendienst Landwirtschaftlicher Informationsdienst, 18. Dezember 2003

Der Esel – ein Symbol für Demut

Der Esel schleppt seit über 6’000 Jahren die Lasten der Menschen. In der Schweiz wird das Tier vor allem als Freizeittier gehalten. Die artgerechte Haltung ist anspruchsvoll und wird vielerorts leider vernachlässigt.

Es gibt kaum ein Tier, das mehr mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird als der Esel. Zu Beginn des Monats schleppt er die mit Nüssen und Früchten gefüllten Säcke der Samichläuse zu den Kindern.… mehr

15 Franken: Ein Tropfen auf den heissen Stein (BauernZeitung, 27. Dezember 2002)

Gefällter Hochstammbaum in Ermensee LU

Trotz Förderungsbeiträgen sinkt die Anzahl der Feldobstbäume weiter. Im rauen landwirtschaftlichen Klima bleibt kein Platz für Träumereien. Die Tage der unrentablen Hochstamm-Bäume sind gezählt.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ predigte einst Martin Luther von der Kanzel. Anders sehen dies offenbar die Bauern der Gegenwart. Diese sind nämlich froh, wenn Sie mit ihren Ladewagen nicht mehr um hochstämmigen Obstbäume rumkurven müssen. Trotz Bundesbeiträgen in Höhe von jährlich 40 Millionen Franken fallen immer mehr der ökologisch wertvollen Apfel-, Birnen- oder Kirschbäume der Axt zum Opfer.… mehr

Gentechnologie wird auf EU-Äckern zur Realität (BauernZeitung, 12. Dezember 2003)

Mais

Obwohl umstritten, stehen gentechnisch veränderte Kulturen vor dem Einzug auf die EU-Äcker. Das forsche Vorgehen der Politiker sorgt bei Produzenten und Verarbeitern für rote Köpfe. Manche fürchten um ihre Existenz.

In der vergangenen Woche haben Bauern im Deutschen Bundesland Mecklenburg Vorpommern eine gentechnikfreie Zone ausgerufen. Elf konventionelle Landwirte und vier Biobauern verpflichteten sich dabei, auf ihren Äckern von einer Fläche von über 10’000 Hektaren keinen gentechnisch veränderten Raps, Mais oder Weizen anzupflanzen. Seit sich in der Europäischen Union ein fundamentaler Richtungswechsel im Bereich der Gentechnologie abzeichnet, schiessen ähnliche Initiativen in Deutschland wie Pilze aus dem Boden.… mehr

Auf kleinster Fläche eine ganze Existenz (Zofinger Tagblatt, 19. Juli 2003)

Fredy Burckhardt und Regina König wirtschaften mit Ostfriesischen Milchschafen auf 2,6 Hektaren. Der Bund sagt, es brauche mindestens 30 Hektaren, um als Bauer Zukunft zu haben. Wenn man es geschickt macht, reichen auch 2,65 Hektaren. Fredy Burckhardt und Regina König machen es auf dem Betrieb Hasensprung in Ohmstal vor.

Mit einer Grösse von gerade einmal 2,65 Hektaren entspricht der Betrieb von Fredy Burckhardt und Regina König nicht den Vorstellungen der Agrarfunktionäre. Diese streben nach immer grösseren und moderneren Betrieben mit dem Ziel, die einheimische Landwirtschaft im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu machen.… mehr

Was nicht in Ordnung ist, kostet (Zofinger Tagblatt, 16. Juli 2003)

BETRIEBSKONTROLLEN AUF BAUERNHöFEN · Die Luzerner Qualinova AG führt die Tests durch

Die Bäuerinnen und Bauern müssen jährlich mehrere Kontrollen über sich ergehen lassen. Bei Verstoss gegen die Vorschriften droht den Bauern ein Abzug bei den Direktzahlungen. Die Kontrolle, ausgeführt durch ein Luzerner Unternehmen, wird zunehmend koordiniert.

Der Stall ist sauber und hell, den Kühen steht auf den neuen Einrichtungen viel Platz zur Verfügung, um sich hinzulegen. Trotzdem gibt es auf dem 14 Hektaren grossen Betrieb ein Problem: Kontrolleur Edi Imfeld entdeckt ein drei Monate altes Kalb, das neben den Elterntieren angebunden ist.… mehr