Weshalb verlieren die Bäume im Herbst die Blätter? (SBB-Kundenmagazin via 5.10.2007 )

Überall liegt es jetzt wieder herum. Auf Strassen und Wiesen. Laub soweit das Auge reicht. Sobald die Tage kürzer und kälter werden, beginnen die Laubbäume ihre Blätter abzuwerfen. Der Baum bereitet sich so auf den kalten Winter vor. Mit zunehmender Kälte nimmt die Wasseraufnahme über die Wurzeln des Baumes ab. Er sammelt deshalb die Kräfte und entzieht zuerst seinen Blättern das Wasser bis diese vertrocknet vom Ast fallen. Bei Frost würde sonst das Wasser in den Blättern gefrieren und die Zellen zerstören. Das Blatt wäre verloren und mit ihm wertvolle Reservestoffe wie Zucker oder Mineralstoffe, die der Baum zum Leben braucht. Diese transportiert der Baum noch vor dem Abfallen der Blätter in den Stamm und in die Wurzeln. Er zieht sich quasi in sich zurück und sammelt dort neue Kräfte für den kommenden Frühling und die längeren Sommertage. Deshalb schneidet man die Obstbäume nicht im Sommer sondern im Winter, weil die Äste dann nicht voll „im Saft“ sind. Mehr

Biobauer packt Chance in Rumänien (bio aktuell 16.9.2007)

Christian Häni führt seit drei Jahren einen Biobetrieb in Westrumänien. Dort ist er als Biobauer noch ein Exot. Nach der Umstellungszeit erntet er in diesem Jahr erstmals Weizen und Roggen.Christian Häni

600 Hektaren Nutzfläche Bio. Und das ganz ohne Vieh. In der Schweiz kann das nicht sein. Dafür 1000 Kilometer östlich. Genauer: Firiteaz in Rumänien. Vor drei Jahren ist der 28-jährige Christian Häni aus dem luzernischen Büron mit seiner Frau Natascha dorthin ausgewandert, um Bauer zu werden. In der Schweiz war das nicht möglich, denn sein Vater ist nicht Bauer sondern Vermögensberater. Keinen Hof zum übernehmen also. Vater Theo Häni ist aber kein Unbekannter in der Biobranche. Mit der ASI Natur Holding AG hat er in den letzten Jahren auf der ganzen Welt viel Geld in den biologischen Landbau investiert. Er ermöglichte den Kauf des Betriebes in Firiteaz. Der Vorteil des Standortes Rumänien: Es gibt viel verfügbares Land zu günstigen Preisen. Bei 1500 Euro pro Hektare liegt dieser aktuell, das ist deutlich höher als noch vor ein paar Jahren, doch im europäischen Schnitt immer noch ein Schnäppchen. Zudem liegen die Lohnkosten tief. Noch. Denn Rumänien boomt und die Löhne steigen in rasantem Tempo an. Seit diesem Jahr lebt Vater Theo mit Frau Regula ebenfalls im Dorf. Im Herbst folgt die Tochter mit Partner. Als Mitbeteiligte auf dem Betrieb. Familienglück total. Mehr

Mit dunklen Beeren China erobern (Bauernzeitung 7.9.2007)

Christof Schenk, Holderhof Produkte AG

Christof Schenk stellt eigene Sirupe und Getränke her. Er beliefert die Lebensmittelbranche mit Extrakten und Rohstoffen.

Im Früh-Sommer die weissen Blüten und ein paar Wochen später die dunklen Beeren: Der Holunderstrauch gehört zu den raren Kulturen, die im gleichen Jahr zwei ziemlich unterschiedliche Ernten liefern. In diesen Tagen sind die dunklen Beeren dran. Dann herrscht Hochbetrieb auf dem Holderhof in Niederwil. Auf fünf Hektaren stehen die Holunderbüsche dort in Reih und Glied. Mit schwer behängten Ästen warten sie darauf bis geübte Hände sie von der Last befreien. Die temporär angestellten Erntehelfer – die meisten Hausfrauen aus der Umgebung -, pflücken die Traubenstände von Hand. «Nur so erreichen wir die gewünschte Qualität» sagt Christof Schenk, Geschäftsführer der Holderhof Produkte AG in Niederwil SG. Sorgfalt ist nichts für Maschinen. Nur das menschliche Auge kann zwischen unreif und reif unterscheiden. Mehr

Rumänien: Last Exit für Schweizer Bauern

Zwei junge Schweizer Bauern suchten neue landwirtschaftliche Perspektiven. Fündig wurden sie in Rumänien. Dort sind sie jetzt Grossbauern.

Duftende Lindenblüten. „Hup-up-up:“ Ein Wiedehopf präsentiert seinen prächtigen Kopfschmuck. Die Pferdekutsche fährt vorbei. Einfache Häuser, hinter den Mauern kleine Höfe mit paradiesischen Gärten. Der Standort: Firiteaz, ein typisches Dorf in Westrumänien. 300 Häuser, kein fliessendes Wasser. Mittendrin die Familie Häni aus Büron LU. Vor drei Jahren ist sie ausgewandert um in Rumänien Biobauern zu werden. Ein Lebenstraum. „Viel Zeit zum Träumen habe ich nicht“, sagt der 28-jährige Christian Häni. Seine Aufgabe ist gewaltig. 600 Hektaren Ackerland – heruntergewirtschaftet in den Zeiten des Sozialismus-,  macht er fit für den Anbau mit biologischem Getreide wie Weizen, Roggen oder Dinkel. Landwirtschaft ohne Spritzmittel und Kunstdünger? Dass so etwas funktioniert, glauben die Dorfbewohner nicht. Sie sind mit der Dünger-Spritze aufgewachsen. Mehr

“Land unter” im Wauwiler Moos (Der Gemüsebau 22.8.2007)

Hochwasser zerstörte im Wauwiler Moos einen grossen Teil der Gemüse-Ernte. Bereits im Juni zerstörte eine Hagelfront einen Teil der Produktion. Erneut musste nun Bereichsleiter Alois Dubach seinen Gemüseabnehmern schlechte Nachrichten überbringen.

Überschwemmung im Wauwiler Moos

Neugierig hält der Fischreiher am Rand des Sees Ausschau auf Nahrung. Die Enten paddeln friedlich auf dem See. Ein idyllischer Ort eigentlich. Doch Fische wird der Reiher hier nicht finden. Viel eher Kabis – wenn er den Schnabel tief genug ins Wasser steckt. Denn eigentlich steht hier das Gemüsefeld des landwirtschaftlichen Betriebes der Strafanstalt Wauwilermoos in Egolzwil LU. Doch vor drei Tagen – in der Nacht vom 8. auf den 9. August – geschah es: Sintflutartiger Regen liess das Bächlein Ron innert kürzester Zeit zum reissenden Fluss anschwellen. Natürlich war das Bachbett zu klein für die Wassermassen, das Wasser strömte auf die Felder des grössten Biobetriebes des Kantons Luzern. Dort überflutete es einen grossen Teil des Kartoffel- und Karottenfeldes, frisch angepflanzte Kopfsalate und Chicorée und eben den Kabis. Mehr

Bald heisst es in Rumänien: Billig-Lohnland ade! (3. August 2007)

Temeswar ist der Ort mit der tiefsten Arbeitslosigkeit Europas. Die Rumänische Wirtschaft boomt. Schweizer Unternehmen profitieren vor Ort von der wachsenden Kaufkraft im ehemaligen Ostblockstaat.

TemeswarRegion Banat, im Westen von Rumänien. 30 Grad im Schatten, die Luft stickig und es stinkt nach Abgas. Die Autos stauen sich durch die Stadt Temeswar. Die grauen Plattenbauten erinnern an die Zeit des Kommunismus. Typische Industriestadt im ehemaligen Ostblock. Soweit das Klischee. Doch: Zwischen Industrieruinen und verfallenden Wohnblocks fallen moderne und Fabrikhallen in grellen Farben auf. Sie machen das kleine Wirtschaftswunder sichtbar, das hier gerade stattfindet. Willkommen in der Region mit der tiefsten Arbeitslosenrate Europas. Das niedrige Lohnniveau zog in den letzten Jahren viele westliche Firmen an. Ungarn und Westeuropa sind nah und die Verkehrsanbindung ist relativ gut. Die Leute sind zudem gut ausgebildet. Ein Eldorado also für Investoren. Auch für Schweizer Unternehmen? Mehr

Vom Hofladen auf den Weltmarkt (St. Galler Tagblatt 25. Juli 2007)

Christof Schenk, Holderhof Produkte AGDie Ostschweizer Holderhof Produkte AG produziert Wein und Sirup aus Holunder. Angefangen hat es ganz klein im Hofladen des Bauernhofs. Heute beliefert das Unternehmen Grossverteiler. Jetzt folgt der Schritt auf den chinesischen Markt.

Mit Holunder Geld verdienen? Wie das geht, zeigt der heute 27-jährige Christof Schenk aus Niederwil bei Gossau mit seiner Firma Holderhof Produkte AG. Begonnen hatte alles während seiner Lehre als Landwirt in der Landwirtschaftlichen Schule in Flawil vor zehn Jahren. Dort merkte er bald, dass Kühe nicht sein Ding waren. Sein Herz verlor er an eine selten gepflegte Kultur: den Holunderstrauch. Noch während seiner Lehrzeit pflanzte er auf dem elterlichen Bauernhof die ersten Holunderkulturen und wurde zum Rohstofflieferanten für eine Sirup-Firma in Biel. Eigentlich wollte er den Holunder aber viel lieber zu eigenen Produkten verarbeiten. Die Diplomarbeit bot die Gelegenheit dazu. Mit der Entwicklung des Holunderblütenweins «Elderwood» – einem Gemisch aus Weisswein und Holunderblütenextrakt –, schloss Schenk seine Landwirtschaftslehre erfolgreich ab. Damit war die Basis geschaffen: Sein ehemaliger Lehrer aus der Realschule gestaltete die Etikette, als Lagerraum diente eine alte Scheune. Im Alter von 20 Jahren lieferte Christof Schenk seine ersten Flaschen mit Holunderblütenwein an Restaurants in der Region. Mehr

Wenn nur der Wolf nicht auf der Alp Lalle tanzt (LID-Mediendienst, 6. Juli 2007)

Schwarznasenschafe auf der Alp Lalle500 Schafe verbringen den Sommer auf der Alp Lalle im Oberwallis. Die Schäfer sind alle Nebenerwerbsbauern. Der Aufwand ist gross, die Leidenschaft ebenso. Nichts fürchten die Schäfer aber mehr als den Wolf.

Dunkle Wolken. Steiles Gelände und viele Felsen. Zwischen Enzian und Alpenrose wächst zartes Gras. Es ist die Futterbasis für die Schafe, die den Sommer auf der Alp Lalle oberhalb von Zinal VS im Val D’Annivier verbringen. Eine ganz normale Alp, wie es sie im Wallis oft gibt. Nur für Schafe.
Es ist kühl an diesem Morgen. Der Weg über Stock und Stein durch das steile Gelände ist beschwerlich. Der 72-jährige Gottfried Imboden aus Naters kraxelt im Eiltempo rauf. Der pensionierte Postautofahrer und Landwirt im Nebenerwerb ist verantwortlich für die Alp und so etwas wie der Oberschäfer. Über 20 Schäfer teilen sich die Alp. Während vier Tagen schaut eine Schäferin zum Rechten. Sie wohnt in der einfachen Alphütte, die zur Alp gehört. Ein Einsatzplan regelt, wer in der restlichen Zeit auf den Kontrollgang gehen muss. Und dieser ist nicht nur anstrengend sondern auch noch zeitraubend. Bis Gottfried Imboden von seinem Bauernhof in Naters bei den Schafen ist, dauert es mit dem Auto und zu Fuss über drei Stunden – ein Weg. Ähnlich ergeht es seinen Schäferkollegen, die alle nur Nebenerwerbsbauern sind. „Alleine wegen dem Geld macht das niemand“, winkt Gottfried Imboden ab. Mehr

In der Luft liegt Holunderduft (Aargauer Zeitung, 22. Juni 2007)

Die Nachfrage nach Getränken aus Blüten und Beeren ist gross. Das freut Christof Schenk aus Niederwil SG. Er gehört zu den führenden Anbietern.

Holunderernte«Der Holunder stand in der Blüte und es duftete so heimatlich, dass der heimwehgeplagte Knud an einen Ort zog, wo es keine Holundersträucher gab.» Wer in diesen Wochen an einem blühenden Holunderstrauch vorbeikommt, wird nich gleich an einen Wohnungswechsel denken, wie Knud in Hans Christian Andersens Märchen «Unter dem Weidenbaum». Und doch: Der Duft der weissen Blüten ist so intensiv, dass er kaum unbemerkt an einem vorbeizieht. Mehr

“Ich will die Nummer eins werden” (Handelszeitung 6. Juni 2007)

Die Ostschweizer Holderhof Produkte AG produziert Wein und Sirup aus Holunder. Angefangen hat es ganz klein im Hofladen des Bauernhofs. Heute beliefert das Unternehmen Grossverteiler. Jetzt folgt der Schritt auf den chinesischen Markt.

Mit Holunder Geld verdienen? Wie das geht, zeigt der heute 27-jährige Christof Schenk aus Niederwil SG mit seiner Firma Holderhof Produkte AG. Begonnen hatte alles während seiner Lehre als Landwirt in der landwirtschaftlichen Schule in Flawil vor 10 Jahren. Dort merkte er bald, dass Kühe nicht sein Ding waren. Sein Herz verlor er an eine selten gepflegte Kultur: den Holunderstrauch. Noch während seiner Lehrzeit pflanzte er auf dem elterlichen Bauernhof die ersten Holunderkulturen und wurde zum Rohstofflieferanten für eine Sirup-Firma in Biel. Eigentlich wollte er den Holunder aber viel lieber zu eigenen Produkten verarbeiten. Die Diplomarbeit bot die Gelegenheit dazu. Mit der Entwicklung des Holunderblütenweins „Elderwood“ – einem Gemisch aus Weisswein und Holunderblütenextrakt –, schloss Schenk seine Landwirtschaftslehre erfolgreich ab. Damit war die Basis geschaffen: Sein ehemaliger Lehrer aus der Realschule gestaltete die Etikette, als Lagerraum diente eine alte Scheune. Im Alter von 20 Jahren lieferte Christof Schenk seine ersten Flaschen mit Holunderblütenwein an Restaurants in der Region. Mehr